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WEINREGIONEN

Die besten Weinregionen Italiens

3 Min. Lesezeit

Von der Toskana bis Sizilien – entdecke die Vielfalt italienischer Weine, ihre Besonderheiten und unsere persönlichen Empfehlungen.

Die besten Weinregionen Italiens

Italien, das Land der 500 Rebsorten

Kaum ein Land hat so viele eigenständige Rebsorten wie Italien. Von den Alpen bis nach Sizilien wird auf fast der gesamten Länge des Stiefels Wein angebaut, und fast jede Region pflegt ihre eigenen Traditionen, Sorten und Stile. Genau das macht italienischen Wein so spannend – und auf den ersten Blick auch ein wenig unübersichtlich.

Wer sich zurechtfinden will, orientiert sich am besten an den großen Regionen. Jede hat ihre Leitsorte und ihren typischen Charakter. Kennt man die, weiß man bei den meisten Flaschen schon ungefähr, was einen im Glas erwartet.

Toskana: Sangiovese in Bestform

Chianti Classico, Brunello di Montalcino und Vino Nobile di Montepulciano: In der Toskana dreht sich fast alles um Sangiovese. Die Weine sind kräftig, würzig und haben eine lebendige Säure, die sie zu großartigen Essensbegleitern macht. Typisch sind Aromen von Sauerkirsche, getrockneten Kräutern und einer feinen Erdigkeit.

Der Brunello wird ausschließlich aus Sangiovese gekeltert und reift mehrere Jahre, bevor er in den Handel kommt – er gehört zu den langlebigsten Weinen Italiens. Daneben haben die sogenannten Supertoskaner die Region bekannt gemacht: Cuvées, oft mit Cabernet Sauvignon und Merlot, die sich bewusst nicht an die traditionellen Regeln halten.

Piemont: die Heimat des Nebbiolo

Barolo und Barbaresco gehören zu den großen Rotweinen der Welt. Sie werden aus Nebbiolo gekeltert, einer hellen, aber erstaunlich gerbstoffreichen Sorte. Die Weine brauchen Zeit, belohnen Geduld aber mit Aromen von Rosen, Teer und Kirschen.

Für jeden Tag greifen die Piemontesen lieber zu Barbera und Dolcetto: saftig, fruchtig und deutlich zugänglicher. Und wer es süß und prickelnd mag, findet hier den Moscato d’Asti – leicht, duftig und mit wenig Alkohol.

Venetien: von Prosecco bis Amarone

Aus Venetien stammt der wohl bekannteste italienische Schaumwein: Prosecco aus der Rebsorte Glera. Die besten Qualitäten kommen aus den steilen Hügeln zwischen Conegliano und Valdobbiadene.

Das Gegenstück ist der Amarone della Valpolicella. Für ihn werden die Trauben nach der Lese wochenlang getrocknet, bevor sie gepresst werden. Das Ergebnis ist ein dichter, kraftvoller Rotwein mit Noten von Trockenfrüchten und Schokolade. Leichter und frischer ist der Valpolicella, bei den Weißweinen lohnt ein Blick auf den Soave.

Apulien und Sizilien: Sonne im Glas

Im Süden reifen Primitivo und Nero d’Avola zu vollmundigen, fruchtbetonten Weinen – oft zu erstaunlich günstigen Preisen. Der Primitivo aus Apulien ist übrigens genetisch identisch mit dem kalifornischen Zinfandel und zeigt reife Pflaumen- und Beerenaromen.

Sizilien hat sich in den letzten Jahren vom Massenweinlieferanten zu einer der spannendsten Regionen Italiens entwickelt. Neben dem Nero d’Avola sorgen vor allem die Weine vom Ätna für Aufsehen: Auf vulkanischen Böden entstehen elegante, mineralische Rot- und Weißweine. Ideal für Weinpakete, die viel Genuss für wenig Geld bieten, sind dagegen die kräftigen Rotweine aus dem Flachland.

Weitere Regionen, die sich lohnen

  • Abruzzen: Montepulciano d’Abruzzo – ein unkomplizierter, dunkler Rotwein. Nicht zu verwechseln mit dem toskanischen Ort Montepulciano.
  • Südtirol: frische, präzise Weißweine wie Weißburgunder und Gewürztraminer, dazu der leichte Vernatsch.
  • Marken: Verdicchio, ein Weißwein mit feiner Bittermandelnote.
  • Kampanien: Aglianico, Fiano und Greco – charaktervolle Weine aus dem Hinterland von Neapel.

So liest du das Etikett

Italienische Weine sind in Qualitätsstufen eingeteilt. An der Spitze steht DOCG, darunter DOC, dann IGT und schließlich der einfache Vino. Die Stufen sagen etwas über Herkunft und Regeln aus, aber nicht zwangsläufig über die Qualität: Viele hervorragende Weine – darunter die Supertoskaner – tragen bewusst „nur“ die Bezeichnung IGT, weil ihre Winzer sich nicht an die strengen Vorgaben halten wollen.

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